Bagbany Moschee, Chiwa
Im Gegensatz zu den prachtigen Moscheen in der Ichan Kala-Altstadt, ist die Bagbany Moschee als kleine Stadtviertelmoschee von au?en weniger eindrucksvoll. Im Innern steht sie in Sachen Dekor und Raumausstattung den gro?en Moscheen jedoch in Nichts nach. Sie wurde in der sudlichen Altstadt Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Die Bagbany Moschee besitzt einen symmetrischen Grundriss mit Eingangsportal, Innenhof, Ayvan und einer Moscheehalle. Der Eingang besteht aus drei Teilen. In der Mitte befindet sich eine Kuppelhalle, an die sich links und rechts Raume fur rituelle Waschungen anschlie?en, die so genannten tokharatkhana. Die Moscheenhalle verfugt uber einen zweisauligen Ayvan, der sich nach Norden offnet. Auf der Halle befindet sich eine Kuppel. Man betritt die Moschee durch kunstvoll geschnitzte Turen, das Innere ist gepflastert. Die Decke des Ayvan ist mit Mustern verziert. Die holzernen Saulen sind definitiv alter als das Gebaude und wurden entweder von einem anderen Ort hergeschafft oder stammen aus einer vorherigen Konstruktion. Ihr geschnitztes Muster deutet, ahnlich wie bei der Juma Moschee, darauf hin. Im Innern der Halle sowie auf den Mauern des Ayvans und den Turen sind viele Nastalikh-Inschriften zu sehen, die aus Versen bestehen und uber das Entstehungsjahr der Moschee Aufschluss geben: 1809. Auch der Baumeister, Ruz Muhammad, wird erwahnt. Die originalen Kapitelle auf den Saulen mildern den Ubergang vom Vertikalen ins Horizontale der Deckenkonstruktion.
Die Harmonische Komposition von einem offenen Platz im Innenhof mit seinem halboffenen Ayvan zusammen mit der geschlossenen Gebetshalle verleihen der Bagbany Moschee eine gewisse Vollkommenheit, die einmal mehr die traditionelle Schonheit der choresmischen Architektur widerspiegelt.
|