Heimatkundemuseum Mujnak der Republik Karakalpakstan

Das Heimatkundemuseum Mujnak, auch als Ökologisches Museum von Mujnak bekannt, kann man als eines der einzigartigsten Museen in Usbekistan bezeichnen. Dieses nach großstädtischen Maßstäben bescheidene Museum mit weniger als zweihundert Exponaten erzählt den Besuchern die tragische Geschichte einer vergangenen Zeit, als in dieser Region das Leben pulsierte und der Aralsee so groß und reich war, dass man ihn als Meer bezeichnete.
Das Museum des Aralsees hat Gemälde sowjetischer Künstler, alte Fotografien, Exemplare der Flora und Fauna, Konserven aus der örtlichen Konservenfabrik, Haushaltsgegenstände und Erzeugnisse des Kunsthandwerks der Völker, die an den Ufern des Aralsees lebten, sowie weitere Zeugnisse gesammelt, die zusammen ein Gesamtbild der Vergangenheit und Gegenwart des Aralsees ergeben.

Das Museum von Mujnak wurde 1984 im Kulturhaus Utschsai im Bezirk Mujnak gegründet. 1998 wurde seine Ausstellung in das Kulturhaus des Bezirks verlegt, und 2013 wurde das umgebaute Museum feierlich eröffnet. Einen besonderen Platz in der Sammlung des Museums nehmen die Gemälde der karakalpakischen Künstler Faim Madgazin und Rafael Matevosian ein, die den Aralsee in der Zeit von 1950 bis 1980 auf ihren Leinwänden darstellten, mit vielsagenden Titeln wie „Das Meer ist fort“, „Schiffe im Sand“, „Auf Grund gelaufen“, „Hoffnung“, sowie andere, nicht weniger interessante dokumentarische Chroniken des Aralsees, die jedem interessierten Besucher gezeigt werden.
